Savoir vivre

Hallo Langenthal,

wie schön, dich zu sehen.

Die Sonne beginnt langsam das Kopfsteinpflaster zu wärmen, schüchtern beginnt es zu grünen und dank der Lockerungen hält auch wieder ein wenig Leben Einzug in die Terrassen und Gartenbeizen. Augen funkeln wieder und hin und wieder vermute ich den Anflug eines Lächelns unter der ein oder anderen Maske.

Wuhrplatz Langenthal MD9

Der Wind bläst ein Lied der Hoffnung durch die Gassen, Vögel zwitschern heimelig von den Strassenlaternen herunter, ein vertrautes Lied und man weiss, dass ist die Art von Twitter die wir nun alle brauchen.

Es war ein langer, kalter Winter und ein stiller obendrein.

Aber nun wird der Himmel blau, das Thermometer klettert und die Aussicht, dass unsere Probleme dahinschmelzen, lässt unsere Herzen einen Pürzlibaum schlagen.

Verliebte schmusen bei den Veloständern, Cabrios cruisen um den Affenplatz und bei den Wässermatten ist Hochbetrieb; Spaziergänger, Jogger, Velofahrer und frisierte Töfflis kreuzen sich auf schmalen Feldwegen.

Der Geruch frisch gemähter Wiesen vermischt sich mit dem Geruch, der aus dem Winterschlaf erwachten Rasenmäher.

Auf dem Wuhrplatz hört man wieder das Klackern der Kugeln und das Anstossen der Flaschen und das mediterrane Flair hält wieder Einzug.

Langete MD9

Auch in der Kreuzhofpassage sieht man wieder Menschen, alle noch ein wenig niedergeschlagen ob der Ereignisse der letzten Monate, aber dennoch guten Mutes und noch besseren Gemütes.

Es macht Spass, dieser Tage durchs Städtli zu schlendern, bekannte Gesichter unbekannter Menschen zu sehen, einen Schwatz zu halten und sich den Bauch mit einem leckeren Eis vollzuschlagen.

Langenthal; schön dich zu sehen!

Ps: Ich mache jetzt auch erstmal Pause, der Kopf schreit nach Eindrücken, der Garten nach Pflege, der Geist nach Müssiggang und der Körper nach Sonnenschein.

Sprich, nach nun fast einem Jahr mylangenthal.ch brauche ich ein wenig Zeit, um meine Buchstabenspeicher wieder aufzufüllen.

Ich hoffe, dass es im Herbst weiter geht und dass ihr dieses Jahr mit mir ein wenig genossen habt. Wir sehen uns im Städtli, ich bin der mit dem Bier in der Hand (in der Regel ein Langenthaler Fürobebier oder ein 49i)

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